Mit den Emirates flogen wir nach unserer Rundreise durch Thailand und Laos über das Drehkreuz Dubai zurück nach Deutschland. Bewusst haben wir uns für einen späteren Anschlussflug nach Frankfurt entschieden, um noch einige Stunden in Dubai verbringen zu können. Gegen 8 Uhr landeten wir auf dem Flughafen Dubai International, an dem wir uns problemlos das Visa für die Vereinigten Arabischen Emirate in den Reisepass stempeln liessen. AVIS stellte uns für umgerechnet 30 Euro einen nicht ganz sauberen aber doch funktionstüchtigen Ford Focus zur Verfügung, mit dem wir in 8 Stunden durch Dubai fahren wollten. Bewaffnet mit einer mehr oder weniger tauglichen Straßenkarte von AVIS fuhren wir zunächst an den Dubai Creek, einem 14 Kilometer langen Meeresarm, der die Stadt Dubai in die beiden Hälften Bur Dubai und Deira schneidet.

Dort parkten wir am Al Bastakia Viertel, einem der ältesten Stadtteile Dubais der einen angenehmen Kontrast zum eher dem Bauboom erlegenen Rest Dubais bietet. Mit seinen vielen Cafés und Galerien ist nach der erst kürzlichen Restaurierung durch den Staat ein wirklich schönes Viertel entstanden. Nach dem Besuch eines Carrefour-Supermarktes (Endlich nach 2 Wochen Reis in Thailand) und einem Frühstück in einer Starbucks-Filiale an der Jumeirah Moschee fuhren wir auf der Jumeirah Road der Küste entlang weiter um zum wohl berühmtesten und selbst ernannten 7-Sterne-Hotel , dem Burj Al Arab. Vor dem Burj Al Arab fanden wir einen Strandabschnitt, auf dem wir auch mit unserem Auto fahren konnten. Zum baden blieb leider nicht viel Zeit, obwohl eine Abkühlung wohl sehr gut getan hätte. War es morgens noch eher angenehm ist es zur Mittagszeit drückend heiß geworden, so dass die Klimaanlage im Focus ununterbrochen den Fahrgastraum auf eine erträgliche Temperatur kühlen musste.

Nachdem wir einen Blick auf das Burj al Arab und dem Madinat Jumeirah, einer nachgebauten Wüstenstadt als Hotelkomplex, geworfen hatten konnten wir auf die Palm Jumeirah, einer riesigen künstlichen ins Meer gebauten Palme fahren. Für uns war am Ende des “Stiels” der Palme Endstation da der Sicherheitsdienst nur befugten Baufahrzeugen die Weiterfahrt gewährte. Aus dem All kann man die Palme wohl schon als solche erkennen, die Bebauung an sich ist aber wie der Rest Dubais noch im vollen Gange. Bei der Rückfahrt an Land konnte man Eindrucksvoll die Skyline der neu gebauten Hochhäuser an der Küste Dubais sehen, von denen jeder einzelne wohl zum Wahrzeichen einer Europäischen Stadt taugen würde. Gigantisch wenn man sich überlegt das dort ganz Frankfurt, nein noch viel größer, komplett neu gebaut wird. Möglich wird dies durch wenig zu beachtende Bauvorschriften sowie einer hohen Gewinnerwartung der Investoren, unternimmt der Staat doch große Anstrengungen den Tourismus zu fördern um vom Öl unabhängiger zu werden. Am Ende der Rundfahrt besuchten wir noch das Mall of the Emirates, dem mit 223.000 qm größten Einkaufszentrum ausserhalb Nordamerikas. Bestandteil der Mall of the Emirates ist auch das Ski Dubai, die größte Indoor-Skianlage der Welt. Die Zeit drängte und so mussten wir nach einem Rundgang durch das Einkaufszentrum, dass wirklich jeden Wunsch erfüllen kann, wieder aufbrechen.

Dank der Karte steuerten wir kurz vor Abflug natürlich den falschen Terminal an und der richtige war wie zu erwarten auch nicht gleich um die Ecke. Bis wir dann den richtigen Terminal erreichten, wurde unser Flug schon mehrmalig aufgerufen den wir jedoch noch rechtzeitig erreichten.
Dubai in 8 Stunden erleben
August 11, 2007 von Christian